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Artikel 7/2017

Dahmeland Bau darf Flüchtling ausbilden   Presseartikel - PDF 

Die Dahmeland Bau darf nun vorerst doch Alex Gninpolie Douanla ausbilden. Der Kameruner hatte einen Asylantrag gestellt, der aber abgelehnt wurde (das DHB berichtete) .

Die Ausländerbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald teilte nun dem Anwalt von Alex mit, dass sie dem Berufsausbildungsvertrag zustimmt. Damit wurde ein Zwischenziel erreicht.

Dieser Teilerfolg hat wie immer viele Väter. So gab es seit Monaten eine intensive Unterstützung durch Heidrun Wachner, Geschäftsführerin der Baugewerke-Innung, wie Matthias Trzeciok, Geschäftsführer der Dahmeland Bau GmbH sagt. Auch die Mitarbeiter des Unternehmens und Sylke Radke, Leiterin der Landesgeschäftsstelle Frankfurt (Oder)/Cottbus der Fachgemeinschaft Bau, haben geholfen – wo immer es ging und wo immer es nötig war.

Nicht zuletzt war es auch dem Eingreifen von HWK-Hauptgeschäftsführer und dem LDS-Landrat zu verdanken, dass auf behördlicher Seite nochmals Bewegung in die Sache kam. Entscheidend und Grundvoraussetzung aber war die Hartnäckigkeit von Alex selbst. „Er hat nie aufgegeben, er hat sich trotz schlechter Nachrichten nie unterkriegen lassen“, schildert Matthias Trzeciok. Diese Einstellung nötige ihm den allergrößten Respekt ab. Es sei wirklich schön, dass er jetzt den Lohn für seinen Einsatz bekommt und die Ausbildung beginnen darf.

Am Ziel ist Alex damit noch nicht. Eine Ausbildungsduldung, wie gewünscht, ist mit dem jetzt erteilten Bescheid nicht verbunden. Der Fall liegt vor Gericht.

Michel Havasi
Pressearbeit

Telefon 0355 7835-200
Telefax 0355 7835-283
havasi@hwk-cottbus.de


Artikel 6/2017

Dahmeland Bau möchte Flüchtling ausbilden - Asylantrag wurde abgelehnt.


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Artikel  6/2017

Kreishandwerkerschaft Dahme-Spreewald

BAUEN auf hohem Niveau



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Handwerker in Sorge (Artikel in der MAZ Online)

Brandenburger Unternehmen fürchten Dieselfahrverbot

Die Umweltbelastung durch Dieselfahrzeuge in Großstädten wie Berlin oder Potsdam ist hoch. Deswegen droht ein Fahrverbot. Davon wären Brandenburgs Handwerker und Bauunternehmer massiv betroffen. Laut einer aktuellen Umfrage besteht der Fuhrpark bei 75 Prozent aus Dieselfahrzeugen.

Potsdam, 07.06.2017

Matthias Trzeciok, Geschäftsführer der Dahmeland Bau GmbH aus Zeesen bei Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), hat derzeit „gemischte Gefühle“. Und das liegt nicht am launigen Frühlingswetter. Einerseits ist der Chef von 19 Mitarbeitern, die vor allem auf Baustellen in Berlin beim Rohbau, Mauern und Trockenbau tätig sind, froh darüber, dass der Wohnungsbau in der Hauptstadt brummt. Auch andere brandenburgische Unternehmen profitieren vom kräftig anziehenden Häuslebau in Berlin.

Andererseits bereitet es ihm große Sorge, dass in Berlin die blaue Umweltplakette eingeführt werden soll. In Städten mit besonders schlechter Luft, etwa hoher Konzentration von Stickoxiden, sollen dann nur noch besonders schadstoffarme Fahrzeuge mit der blauen Plakette einfahren dürfen. Das Problem für die Zeesener Firma und viele andere Handwerker und Baufirmen in Brandenburg: Ihre Fahrzeuge werden zumeist von Dieselmotoren angetrieben, die besonders viele Stickoxide ausstoßen.

Trzeciok ist vor allem deshalb sauer, weil seine Transporter gerade mal zwischen einem und drei Jahren alt sind und der Euro-V-Abgasnorm entsprechen. Sollte die blaue Plakette kommen, sieht der Firmenchef für das Geschäft in Berlin schwarz. 93 Prozent der Aufträge seines Unternehmens werden derzeit in Berlin realisiert. Viele davon im Bereich der Umweltzone innerhalb des S-Bahnrings.

Viele erfüllen nicht die Euro-6-Norm

Auch bei der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V. (FG Bau) werden die Alarmglocken geläutet. „Würde Berlin ernst machen und zeitnah eine blaue Plakette für den Innenstadtbereich einführen, hätte das massive Auswirkungen auf die regionalen Bauunternehmen und die Bautätigkeit in Berlin“, erklärt Hauptgeschäftsführer Reinhold Dellmann. Nach einer Befragung unter den 900 Mitgliedsunternehmen nutzen drei Viertel der Betriebe Dieselfahrzeuge. Mehr als die Hälfte gibt an, dass ihre Fahrzeuge der derzeit höchsten Abgasnorm, Euro 6, nicht entsprechen.

„Die Einführung der blauen Plakette und damit de facto Fahrverbote in den Innenstadtbereichen von Berlin oder auch Potsdam und Cottbus für Dieselfahrzeuge würden die Bauwirtschaft massiv betreffen“, warnt Delllmann. Würde die Plakette bereits zum 1. Januar 2020 eingeführt, befürchten knapp 70 Prozent der Firmen, dass sie erhebliche Investitionen für die Neuanschaffung von Fahrzeugen tätigen müssten. 59 Prozent rechnen mit der Einschränkung ihrer Geschäftstätigkeit.

„Einführung mit Augenmaß“ gefordert

Daher fordert die FG Bau „eine Einführung der Plakette mit Augenmaß“. Bauunternehmer Trzeciok hält eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2025 für „sinnvoll“. Vielleicht könnte man je nach den bisherigen Abgasstufen differenziert vorgehen, schlägt er vor. Am liebsten wäre ihm, dass es bundesweit einheitliche Regelungen zur Reduzierung von Stickoxiden gibt.

Die Luft in den Städten müsse besser werden, meint der Unternehmer. Allerdings dürfe das nicht im Hauruckverfahren angegangen werden. Die Unternehmen müssten genügend Zeit zum Reagieren bekommen. Und über Vorschläge aus Berliner Senatskreisen, die Transporte innerhalb der Innenstadt mit „Transportfahrrädern“ zu bewältigen, kann man auf dem Bau dagegen nur müde lächeln.

Eitel Sonnenschein kann die FG Bau ansonsten beim Blick auf die brummende Konjunktur vermelden. Nach der aktuellen Frühjahrsumfrage schätzen 85 Prozent der Firmen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Zwei Drittel rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Umsatzanstieg. 58 Prozent der Brandenburger Hochbauer sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage „sehr zufrieden“.

Jeder zweite erwartet in diesem Jahr bessere Geschäfte als 2016. Für eine Eintrübung der Aussichten sorgt allerdings der Mangel an Fachkräften. Derzeit sind rund 650 Stellen nicht besetzt. Kurzfristige Besserung ist nicht in Sicht.

Von Reinhard Zweigler


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